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15.01
2018

3 Fragen an: Alissia Quaintance

Im Interview mit how2 verrät die Digital Strategin, wie und wo in 2018 Virtual und Augmented Reality zum Einsatz kommen

 

Es hat sich gezeigt, dass das Mobiltelefon in puncto Usability perfekt zur Augmented Reality-Technologie passt. Über das Potenzial sind sich die Experten einig. Auch Apple CEO Tim Cook sieht in AR einen Game-Changer, wie er im hauseigenen Magazin 9T5Mac verrät: [...]I think it will change the way people shop. It’ll change the way that entertainment and gaming is done. It’ll change the way people learn, change education. It will literally change everything.”

Über Virtual Reality wurde ebenfalls viel gesprochen und das Potenzial schien unendlich hoch zu sein. Goldman und Sachs prognostizierte 2016 für 2025 einen VR-Marktumsatz von 80 Milliarden Dollar. Ob diese Prognose nach heutigem Stand noch realistisch ist und in welchen Bereichen Augmented und Virtual Reality aktuell ihr Potenzial entfalten können, verrät uns die Digital Strategin und Expertin für neue Technologien Alissia Quaintance in unserer how2 Interview-Reihe "3 Fragen an..."

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how2: Virtual Reality ist noch nicht im Massenmarkt angekommen, die Brillen sind zu sperrig. Kann eine Oculus Go VR zum Durchbruch verhelfen?

 

Alissia Quaintance: „Leider erleben wir bei Technologien, die im Gesicht getragen werden sollen, einen stetigen Widerstand vom Endverbraucher im Massenmarkt. Ähnlich wie bei Google Glass vor vier Jahren, sehen wir heute sogar an den Nutzerdaten der Snapchat Spectacles, die nach durchschnittlich vier Wochen nicht mehr getragen werden, erneut, dass die Verbraucher vor einer langfristigen Nutzung der Geräte absehen. Ich befürchte, dass auch die Oculus GO mit einem kompakten Design gepaart mit einem Niedrigpreis dies nicht ändern wird."

how2: Wo schätzt du das Potenzial von VR und AR für die Unternehmenskommunikation oder im Marketing am größten ein?

 

Alissia Quaintance: "Leider ist auch im Bereich Gaming und Entertainment der Nutzermehrwert für die wiederholte Nutzung der Geräte noch nicht gegeben. Viel Investment geht aktuell in den Entertainment- und Freizeitpark-Sektor, da hier kurzfristig am meisten zu erwirtschaften ist. Der Hype und „Wow-Effekt", den man vor zwei Jahren mit VR Inhalten erreichen konnte ist jetzt verpufft, daher würde ich aktuell keine Investments für 360 Grad Videos empfehlen. Spannende Bereiche für uns sind weiterhin Anwendungen, die virtuelle Kollaboration ermöglichen und den Körper der Nutzer miteinbeziehen. Für Trainings sind sowohl VR & AR ideale Technologien."

how2: Wie funktioniert denn das Lernen in der virtuellen Realität und wo liegen die Vorteile gegenüber den bisherigen Lernstrategien?

Alissia Quaintance: "Der Nutzer muss sich ein Objekt, eine Aktion oder Funktion nicht mehr nur vorstellen oder ablesen. Er kann direkt in das Geschehen eingreifen. Dieser Prozess ist viel intensiver. Das Gehirn wird entsprechend viel stärker aktiviert. Es wird dadurch einfacher, Dinge aufzunehmen und zu verarbeiten. Das steigert den Lerneffekt. Die Interaktion und Empathie in Bezug auf die Objekte spielen dabei eine zentrale Rolle für die Vermarktung in der wirtschaftlichen Anwendung."

 

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