E-Learning Trends 2022

 

Das „New Normal“ ist in der betrieblichen Weiterbildung angekommen. 2020 und auch Anfang 2021 hatten noch viele Unternehmen mit der Umstellung auf digitale Schulungen zu kämpfen: Alle Lernangebote mussten umgedacht werden. Inzwischen ist das ortsunabhängige Lernen ein essentieller Bestandteil der meisten Weiterbildungs-Strategien geworden. Zeit also, einen drauf zu setzen und E-Learning noch spannender, effizienter und effektiver zu gestalten. In diesem Blog Artikel zeigen wir die wichtigsten Trends 2022 und worauf Sie setzen sollten.

 

E-Learning für Unternehmen: Multimediales Lernerlebnis| E-Learning Trends 2022

Für manche Unternehmen war es 2020 schon ein großer Schritt in Richtung Digitalisierung überhaupt Online-Lernen zu ermöglichen: Powerpoint-Folien zum Durchklicken und Schulungen via Zoom waren der Start. Doch inzwischen sind allen die dauerhaften Vorteile des digitalen Lernens klar: Zeitlich flexible, ortsunabhängige Weiterbildung wird auch nach der Pandemie weiter hoch im Kurs sein. Daher investieren viele Firmen nun in Web basierte Trainings, die auf motivierende und kreative Weise Online-Medien kombinieren.

Besonders hervorzuheben ist dabei Video Content: Das Hirn begreift Inhalte 60.000 Mal schneller in Form von Bewegtbild als in Textform. Informationen werden nachhaltiger im Gedächtnis abgespeichert und sind so auch länger abrufbar. Ideal also zum Lernen! Videos können gedreht oder animiert sein, besonders kurze Erklärvideos eignen sich gut beim E-Learning. Ergänzend können Audiobeiträge oder Textinhalte in Kombination mit Grafiken in einer digitalen Lernstrecke tieferes Detail-Wissen vermitteln. Durch interaktive Frage-Antwort Möglichkeiten kann Wissen dann spielerisch abgefragt und der Wissensstand kontrolliert werden.

Bei how2 machen wir gute Erfahrungen mit der kreativen, didaktisch-sinnvollen Kombination aus all diesen Medien, einfach integrierbar in ihr LMS (Learning Management System) oder auch ihrer Website/Landingpage. Lesen Sie hier mehr zu how2-ELearnings und Web based Trainings!

 

Demokratisierung des Lernens | E-Learning Trends 2022

Ein spannender Effekt des E-Learnings: Durch die Digitalisierung von Lerninhalten wird es möglich, einmal erstellte Weiterbildungsangebote einer breiteren Zielgruppe zugänglich zu machen. Eine Präsenzschulung kostet pro Seminarplatz einen stattlichen Geldbetrag. Somit war sie oft nur Führungskräften vorbehalten. Die Erstellung eines einzigen E-Learnings hingegen verursacht einmalig Kosten und kann dann der gesamten relevanten Mitarbeiterschaft zur Verfügung gestellt werden. Dies führt dazu, dass insgesamt wesentlich mehr Lernen ermöglicht wird.

E-Learning Trends 2022

Auch Mitarbeitende aus der Fertigung profitieren von E-Learning

Da moderne E-Learnings auch responsiv funktionieren, ist es auch nicht mehr zwingend erforderlich einen Bürojob zu haben, um davon zu profitieren: Auch Personal aus der Fertigung oder Logistik kann mobile über das Smartphone hürdenfrei E-Learnings abrufen. Gerade Video-Content in Form von Video Tutorials und Erklärvideos ist hier sehr gefragt.

Bei der Erstellung von Lerninhalten sollte man sich also fragen, ob es neben der primären Zielgruppe auch noch eine sekundäre Zielgruppe geben könnte, die vom E-Learning profitieren kann. Dementsprechend muss bei der Planung berücksichtigt werden, welche Voraussetzungen die digitale Lernstrecke erfüllen muss. Folgende Fragen kann man sich stellen:

  • Brauchen wir verschiedene Sprachversionen?
  • Auf welchen Endgeräten muss es nutzbar sein?/ Funktioniert es mobile?
  • Brauchen wir unterschiedliche Versionen für Führungskräfte und Mitarbeiter?

Je vorausschauender ein E-Learning geplant wird, desto effizienter kann es im Nachgang genutzt werden.

 

Social Learning | E-Learning Trends 2022

Ein Trend, der im Social Media Marketing längst Usus ist, kommt auch im Lernen an: User generated Content. Im Marketing profitieren Unternehmen davon, dass sie etwa ausgelöst durch eine Challenge, in der sie eine bestimmte Aufgabe vorgeben, User dazu motivieren, eigene Videos zu dieser Challenge zu erstellen. Mit einem Hashtag versehen laden sie diese bei Instagram, TikTok oder Facebook hoch. Dadurch entstehen virale Effekte, die dem Unternehmen bei Reichweite, Markenbekanntheit und Imageaufbau helfen – ohne viel eigenen Content produzieren zu müssen.

Im E-Learning haben sich bereits einige Unternehmen die Idee abgeguckt und motivieren ihre Mitarbeiter, sich beim Lernen oder bei einer bestimmten Aufgabe der Weiterbildung zu filmen oder zu fotografieren. Diese laden sie dann auf eine (meist interne) Plattform hoch. Der Effekt: Die Mitarbeiter motivieren sich gegenseitig, ein spielerischer Wettbewerb entsteht. Das fördert nicht nur den Spaß am Lernen, sondern auch den Teamspirit. Wer also beim E-Learning zu Hause den gemeinsamen Lernspaß mit den Lieblingskollegen vermisst, den er früher in Präsenzschulungen hatte, könnte hiervon profitieren.

 

Gamification | E-Learning Trends 2022

Ein ganz klarer und mit den technischen Möglichkeiten stetig wachsender Trend ist die Gamification. Für Unternehmen, deren E-Learnings aus Powerpoint-Präsentationen bestanden, kann schon eine kleine Form der Interaktion ein echter Mehrwert sein: Wissensabfrage durch Multiple-Choice-Fragen, Lückentexte ausfüllen, Richtig-Falsch-Antworten anklicken. Solche Features in Kombination mit einer multimedialen Content-Mischung aus Video, Text, Audio und Grafik sollten das Minimum eines modernen Web Based Trainings darstellen.

Den spielerischen Wettbewerb kann man dabei schon durch simple Elemente fördern: Zum Beispiel ein Fortschritts-Balken, der anzeigt, wie weit man in der Lernstrecke vorangeschritten ist. Auch Rewards bei bestandenem Training den Ansporn steigern: Das kann ein personalisiertes Online-Zertifikat zum Download sein oder Punkte-Sammeln und Ranking im Highscore.

Je nach Thema und Zielgruppe können E-Learnings natürlich auch noch stärker gamifiziert werden: Ob Memory-Suchspiel oder sogar Jump-n-Run-Game. Das Design kann dabei auch comichaft oder im pixeligen Super-Mario-Look gehalten sein – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist natürlich, dass vor lauter Spiel-Fun nicht das eigentliche Ziel, nämlich Lerninhalt zu vermitteln, aus dem Auge verloren wird.

Wer E-Learning erfolgreich umsetzen will, sollte bei Gamification beachten:

  1. Kreative Games müssen zur Zielgruppe passen
  2. Gamification immer nur soweit sie das Lernen unterstützt und nicht vom Lernen ablenkt!
  3. Nutzen und Kosten sollten sich decken: Ein eigens programmiertes Car-Race kann lustig sein, übersteigt vermutlich das Budget der meisten Weiterbildungsabteilungen aber schlichtweg.

 

Extended Reality | E-Learning Trends 2022

E-Learning Trends Virtual Reality

Virtual Reality findet in der digitalen Weiterbildung immer mehr Use Cases

Extended Reality in Form von Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality ermöglicht neue Lernkonzepte. Virtual Reality meint dabei einen virtuellen Raum, in dem sich der User bewegt – dabei kommen häufig Devices wie VR-Brillen zum Einsatz, die ein 3D-Erlebnis ermöglichen. Augmented Reality meint die Ergänzung der Realität durch virtuelle Objekte: Hier werden meist Smartphone oder Tablets benutzt, die die Realität durch die Device-Kamera zeigen und durch ein virtuelles Element, zum Beispiel eine Infotafel ergänzen. Mixed Reality kombiniert VR und AR zu einem Erlebnis, bei dem die Grenzen von Realität und Digitalem verschwimmen.

Für das E-Learning zu Hause sind klassische VR-Anwendungen noch eher schwer denkbar, da vermutlich nicht jeder Mitarbeiter eine VR-Brille zur Hand hat. Allerdings kann Virtual Reality ideal eingesetzt werden für Präsenz-Schulungen, bei denen eine Realität erprobt werden soll, die vor Ort gerade nicht darstellbar ist. Use Cases könnten sein:

  • Rettungseinsätze
  • Gebrauch von Maschinen
  • Nutzen von Fahrzeugen

Da die Produktionskosten für eine solche Schulung aber hoch sind, nutzen sie in der Regel eher größere Konzerne, wie beispielsweise die Deutsche Bahn, die mittels VR ihren Mitarbeitenden neue Fahrzeugmodelle vorgestellt hat.

Auch AR-Anwendungen können gerade im Technologie-Sektor das Lernen unterstützen: Beispielsweise können Lernende sich eine reale Flugzeugturbine im Detail ansehen und dabei, wenn sie das Handy darüber halten alle Lern-Details zu einzelnen Bauteilen begreifen. Auch hier gilt: AR-Anwendungen gehören zwar zum digitalen Lernen, eignen sich aber häufig nicht zum ortsunabhängigen Lernen zu Hause.

Eine andere virtuelle Lernanwendungen nutzen wir von how2: Durch virtuelle Räume helfen wir Unternehmen, die remote arbeiten, ihr Team an einem virtuellen Ort zu vereinen und so gemeinsames Erleben zu ermöglichen.

Lesen Sie hier mehr zu Use Cases für virtuelle Räume für Unternehmen.

Diese virtuellen Räume können auch dem realen Büro nachempfunden sein. Ein klassisches Webinar kann so auch in einen virtuellen Raum verlegt werden und so zu einem realitätsnäherem Erlebnis für die Lernenden werden. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

 

Interaktive Webinare | E-Learning Trends 2022

2020 war wohl das Jahr der Webinare: Viele Unternehmen nutzten kostenlose Kurz-Webinare zur Kundenakquise, aber auch E-Learnings wurden als Webinare abgehalten – sozusagen als smoother Übergang vom Präsenzseminar zum Online-Vortrag. Inzwischen ist die ganze Welt Webinar-erfahren und die Ansprüche steigen: „Frontal-Unterricht“ kann jeder, daher versuchen immer mehr Vortragende ihre Zuhörer interaktiv einzubinden. Die einfachsten Möglichkeiten sind die Umfrage- und Kommentarfunktionen von Zoom & Co. Nahezu jede Webinar Software verfügt über solche Interaktions-Features. Daher empfehlen wir von how2 jedem, sie auch zu nutzen!

E-Learning Trends 2022 Webinare

E-Learning Webinare sollten heute möglichst interaktiv sein!

Doch es geht noch kreativer: Ein mehrstündiges Webinar kann aufgelockert werden, indem der Trainer den Lernenden digitale Lernstrecken zur Verfügung stellt, die sie parallel zum Webinar gemeinsam ausführen. Wie ein kleines Web-Based-Training, das in ein Webinar integriert ist und so Spiel und Interaktion ermöglicht. Das erzeugt Kurzweiligkeit und motiviert.

Ebenfalls ist die Einbettung des Webinars in einen virtuellen Raum möglich, so dass trotz ortsunabhängigem Lernen das Gefühl eines gemeinsamen Vor-Ort-Erlebens entsteht. Dies kann browserbasiert ohne zusätzliche Hardware erfolgen, so dass die Hürde zur Teilnahme am Webinar sehr gering bleibt. 2022 geht der Trend ganz klar zu mehr Kreativität beim Erschaffen von Lerninhalten, so dass Weiterbildung auch Spaß macht.

 

Micro Learning & Digitale Infostrecke | E-Learning Trends 2022

Micro Learning meint kurze Lerneinheiten, die wie kleine “Nuggets” schnell konsumierbar sind. Ein einzelnes Lernziel ist so zügig erreicht, das erste Erfolgserlebnis ist da, bevor es zum nächsten Lern-Nugget geht. Von Micro Learning spricht man daher häufig, wenn man viele kleine Lerneinheiten zu einer großen Lernstrecke kombiniert, so dass zwischen den einzelnen Videos, Texten oder Games immer wieder Pausen sind. Diese Art des Lernens ist nachweislich sehr effizient.

Bei how2 haben wir das Micro Learning aber auch als eigene, für sich stehende Mini-Lerneinheit etabliert: Die Digitale Infostrecke. Dieses Format wird gerne im Marketing, aber auch zur internen Kommunikation eingesetzt, um in Kürze (max. 5 Minuten) spielerisch und interaktiv neue Informationen zu kommunizieren.

Erfahren Sie hier mehr zur Digitalen Infostrecke!

 

Blended Learning & Hybrid-Lösungen | E-Learning Trends 2022

Eine voraussichtlich wieder steigende Bedeutung wird das Blended Learning in 2022 haben: Unternehmen suchen nach zwei Jahren Home Office ihren neuen Weg zwischen ortsunabhängigen New-Work-Modellen und Back-to-Office-Tendenzen. Wie nahelegend ein Mittelweg bei vielen Firmen ist, so wird auch ein Mittelweg in der Form der Weiterbildung für viele in Frage kommen.

Wo möglich und sinnvoll, werden Präsenzveranstaltungen wieder aufgenommen werden und mit orts- und zeitunabhängigem E-Learning zu Blended Learning Konzepten kombiniert werden. Die Vorteile aus allen Konzepten können so zum besten Lernerlebnis und -ergebnis führen. Trotzdem erwarten wir, dass das rein-digitale Lernen einen stärkeren Fokus erfährt, da es im Zweifelsfall die beste Business Continuity im Krisenfall ermöglicht. Seit dem ersten Lockdown haben Unternehmen gelernt, dass diejenigen am wenigsten Probleme in der Weiterführung der betrieblichen Weiterbildung hatten, die am meisten schon vorher auf E-Learning gesetzt hatten. Eine solche Erfahrung bleibt im Gedächtnis und wird dazu führen, dass man bei jedem Blended Learning Modell im Kopf behält, wie die rein-digitale Version davon aussehen könnte.

 

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