
Noch nie war es so einfach, Videos zu produzieren. Und noch nie so schwer, damit wirklich Aufmerksamkeit zu bekommen.

Dank Künstlicher Intelligenz und leistungsstarker Smartphones entstehen heute in wenigen Stunden Inhalte, für die früher ganze Produktionsteams nötig waren. Jede Marke produziert Content in Rekordzeit. Aber mehr Bewegtbild bedeutet nicht automatisch mehr Wirkung – im Gegenteil.
User bewegen sich täglich durch einen endlosen Strom aus Clips, Reels, Shorts und Werbevideos. Generischer Content verschwindet im Feed, bevor er überhaupt richtig wahrgenommen wird.
Die Herausforderung 2026 ist deshalb nicht mehr die Produktion, sondern die Relevanz. Video bleibt mit rund 80 Prozent des globalen Internetverkehrs das stärkste Format digitaler Kommunikation. Erfolgreiche Videos schaffen Orientierung, transportieren Haltung und treffen den richtigen Kontext.
Welche Video-Marketing-Trends 2026 deshalb wirklich spannend werden, und worauf Unternehmen jetzt achten sollten, zeigen wir in diesem Artikel.
Die wichtigsten Video-Marketing-Trends 2026 auf einen Blick
- KI wird Standard – und macht Content austauschbar
Künstliche Intelligenz verändert die Videoproduktion grundlegend: Inhalte lassen sich schneller, günstiger und in größerer Menge kreieren als je zuvor. Gleichzeitig steigt die Flut an generischem Content, der sich kaum noch voneinander unterscheidet. Der entscheidende Erfolgsfaktor liegt deshalb nicht in der Nutzung von KI selbst, sondern darin, wie Unternehmen ihre Inhalte trotz KI individuell, ehrlich und authentisch vermitteln.
→ Wie bringt Künstliche Intelligenz echten Mehrwert in Ihr Unternehmen?
- Video als Suchmaschine
Immer mehr Nutzer:innen suchen Informationen direkt auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube. Video wird damit selbst zur Suchmaschine – und Inhalte müssen so gestaltet sein, dass sie innerhalb weniger Sekunden gefunden, verstanden und eingeordnet werden können. Klassische SEO verschiebt sich dadurch hin zu plattformoptimierten Inhalten, die gezielt auf Suchintentionen und Nutzerverhalten abgestimmt sind.
→ Wie Ihre Videos besser gefunden werden
- Kurz oder lang? Beides gehört zusammen!
Kurze, vertikale Videos dominieren weiterhin die Reichweitenlogik der Plattformen. Gleichzeitig gewinnen längere Formate an Bedeutung, wenn es darum geht, Vertrauen aufzubauen und komplexe Inhalte zu vermitteln. Erfolgreiche Video-Strategien verbinden deshalb beides: kurze Einstiegsformate, die Aufmerksamkeit erzeugen, und vertiefende Inhalte, die Nutzer:innen langfristig binden.
→ Wie Sie Reichweite und Tiefe sinnvoll verbinden
- Authentisches Video-Marketing: Schlägt das Smartphone die professionelle Produktion?
Plattformen bevorzugen Inhalte, die sich natürlich und nahbar anfühlen. Hochglanzproduktionen verlieren an Wirkung, wenn sie zu werblich oder inszeniert erscheinen. Stattdessen gewinnen Formate an Bedeutung, die authentische Einblicke geben – sei es durch Creator-Content, User Generated Content oder einfache Smartphone-Videos aus dem Unternehmensalltag.
→ Wie wird Kommunikation glaubwürdiger?
- Personalisierung wird skalierbar – mit klaren Grenzen
Personalisierte Videoinhalte lassen sich 2026 deutlich einfacher umsetzen als noch vor wenigen Jahren. Auf Basis von Nutzerdaten können Inhalte gezielt auf Zielgruppen, Regionen oder Nutzungssituationen angepasst werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenqualität, Transparenz und Datenschutz – denn nur rechtssicher genutzte Daten schaffen Vertrauen und langfristige Wirkung.
→ Chancen und Grenzen von personalisiertem Content

KI wird Standard – und macht Content austauschbar

Künstliche Intelligenz bleibt auch 2026 ein zentrales Thema im Video-Marketing. KI-Tools zur Videoproduktion und als Marketingtool sind längst allgegenwärtig. Die Frage lautet nicht mehr, ob KI genutzt wird, sondern wie sie sinnvoll in bestehende Workflows integriert wird.
KI kann heute bereits
- Skripte vorbereiten
- Untertitel generieren
- Sprecherstimmen erzeugen
- Musik entwickeln
- oder Videos schneiden.
Bereits bestehende KI-Tools verbessern sich stetig – und neue kommen laufend hinzu. Wo vor wenigen Jahren noch Grafiker:innen, Texter:innen, Video Producer:innen oder professionelle Sprecher:innen gefragt waren, kann KI bereits Ergebnisse liefern, die durchaus mit professionellen Produktionen mithalten können.
Tools wie Runway arbeiten inzwischen mit konsistenteren Figuren, Objekten und Szenen, Synthesia setzt stark auf KI-Avatare und mehrsprachige Business-Videos, ElevenLabs ist im Bereich synthetische Stimmen und Audio sehr weit, während Tools wie Suno zeigen, wie schnell aus einfachen Prompts komplette Musikstücke entstehen können.
Der Unterschied zu den letzten Jahren: Aus reinem Experimentieren wird nun bewusster Einsatz. KI gehört mittlerweile zur Grundausstattung – ihr Einsatz ist so selbstverständlich geworden, dass ihr Einsatz allein ohne klare Richtung keinen Wettbewerbsvorteil bringt. Ohne Konzept und klares Zielgruppenverständnis produziert KI vor allem eines: Masse. Und das kostet Budget.
Ein KI-generiertes Video mit spektakulären Bildern und künstlichen Produktwelten sieht im ersten Moment vielleicht beeindruckend aus, doch schnell merkt man, dass hier kein echter Nutzen gezeigt wird. Inhalte „vom KI-Fließband" werden von Zuschauer:innen schnell erkannt – und oft ignoriert.
Künstliche Intelligenz als Unternehmen richtig nutzen
Aus unserer Erfahrung gilt weiterhin: KI liefert gute Grundlagen – aber unternehmensspezifische Inhalte, Tonalität und Markenidentität brauchen nach wie vor menschliche Feinarbeit.
Der entscheidende Faktor bleibt der Mensch. Menschliche Kreativität und Qualitätskontrolle machen den Unterschied. Wenn KI die Effizienz steigert, kann die gewonnene Zeit in authentische Inhalte und Storytelling investiert werden.
Aus unserer Agenturpraxis sehen wir: KI ist besonders stark bei Aufgaben, die viel Zeit und Fleißarbeit kosten, aber klar überprüfbar sind. Dazu gehören erste Skriptentwürfen, generierte Untertitel, Varianten für Hooks, Transkriptionen, aber auch bei Illustrationen und Animationen sowie der Entwicklung von Look-and-Feel-Richtungen kann KI wertvolle Grundlagen liefern. Vor allem in frühen Projektphasen können KI Prozesse deutlich beschleunigen: KI macht Ideen schneller sichtbar. Das hilft in Abstimmungen, der Konzeptentwicklung und der Content-Planung.
Einige KI-Tools, die Sie im Blick behalten sollten:
- ChatGPT für Konzepte, Skripte und Struktur
Tools wie ChatGPT eignen sich vor allem, um erste Ideen, Gliederungen, Hook-Varianten oder Textfassungen zu entwickeln. Entscheidend ist hier aber die redaktionelle Kontrolle: Die erste Antwort ist selten die beste Fassung
- Midjourney, Runway und Kling für visuelle Ideen
Für Moodboards, erste Bildwelten und Stilrichtungen sind Tools wie Runway und Co. besonders spannend. Runway hebt selbst die Arbeit mit konsistenten Figuren, Objekten und Locations hervor, Kling beschreibt seine neueren Modelle ebenfalls mit stärkerer multimodaler Steuerung und audiovisueller Konsistenz.
- ElevenLabs und Murf für Voiceover
Tools wie ElevenLabs oder Murf erzeugen natürlich klingende Sprecherstimmen aus Texten. Dabei unterstützen sie mehrere Sprachen, Stimmstile und erlauben sogar das Anlegen eigener Stimmbeispiele. Voiceover können schneller, flexibler und kosteneffizienter produziert, lokalisiert und aktualisiert werden – vorausgesetzt, Tonalität, Aussprache und Qualität werden redaktionell geprüft.
- Suno und Udio für Musikideen und Sound-Prototypen
Auch in der Musikproduktion halten KI-Tools zunehmend Einzug: Plattformen wie Suno, Udio oder ElevenLabs Music ermöglichen die schnelle Produktion von Songs, Jingles oder Hintergrundmusik. Für das Video-Marketing eröffnen sich hier neue Spielräume, etwa für flexible Musikvarianten oder erste auditive Ideensammlungen.
Bei all der schnellen Entwicklung von Künstlicher Intelligenz bleibt wichtig: Aktuell scheitert KI noch dort, wo es um Feinheiten geht. Das betrifft längere Dramaturgien und die Entwicklung origineller Ideen ebenso wie eine natürliche Tonalität oder glaubwürdige Emotionen. Gerade im Video-Marketing entscheidet aber genau das über die Wirkung.
Aus unserer Erfahrung gilt deshalb: KI ist dann stark, wenn sie von Menschen geführt wird, die ihr Handwerk verstehen. Gibt es jemanden, der das KI-gelieferte Material fachlich bewerten, verdichten und weiterentwickeln kann? Wer weiß, worauf es bei Zielgruppe, Marke, Dramaturgie und Plattformlogik ankommt, kann KI sehr effektiv einsetzen.
Unser #how2-Tipp: Nutzen Sie Künstliche Intelligenz gezielt zur Unterstützung, aber überlassen Sie ihr nicht die komplette Kommunikation. Gute KI-Ergebnisse entstehen nicht durch den besten Prompt allein, sondern durch fachliche Führung, kritische Auswahl und menschliches Qualitätsgefühl.

Video & SEO: Video als Suchmaschine

Die klassische, textbasierte Informationssuche über Suchmaschinen verliert in 2026 wie in den Jahren zuvor zunehmend ihre Monopolstellung. Besonders jüngere Zielgruppen suchen direkt auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube nach Informationen, Produkten oder Dienstleistungen. Damit wird Video selbst zur Suchmaschine.
Ob ein Video gefunden wird, hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Auffindbar sind nicht automatisch die schönsten oder aufwendigsten Inhalte, sondern diejenigen, die eine klare Frage beantworten, zur Suchintention passen und von den Plattformen als relevant, hilfreich und vertrauenswürdig erkannt werden.
Wie genau funktioniert das? Wichtig sind ein klarer Titel, eine gute Beschreibung, passende Keywords, Untertitel und ein Thumbnail, das zum Thema passt. Genauso wichtig ist aber der Inhalt selbst, damit die Zuschauer:innen dranbleiben. Denn Engagement-Signale wie Wiedergabedauer und Interaktionen wie Likes, Kommentare oder das Teilen zeigen dem Algorithmus: Dieses Video ist wirklich relevant.
Gleichzeitig verändern Zero-Click Search und AI Overviews die Spielregeln im Marketing. Immer häufiger erhalten Nutzer:innen Antworten direkt in der Google-Suche, ohne auf eine Website zu klicken. Sichtbarkeit entsteht also nicht mehr nur über Website-Traffic, sondern auch darüber, ob Inhalte in Suchergebnissen, KI-Antworten, Videovorschauen und Plattform-Suchen als relevante Quelle auftauchen.
Unser #how2-Tipp: Denken Sie Ihr Video-Marketing stärker von den Fragen ihrer Zielgruppe aus. Welche Probleme haben Ihre Kund:innen? Welche Begriffe suchen sie? Welche Themen sollten Sie klären? Daraus entstehen Videos mit klaren Titeln, Untertiteln, Kapiteln, Transkripten und passenden Landingspages. So werden Ihre Videos nicht nur zum Marketing-Instrument, sondern zu einem sichtbaren Wissensformat, das Menschen genau dann erreicht, wenn sie nach Antworten suchen.

Kurz oder lang? Beides gehört zusammen

Erleben wir in 2026 eine Rückkehr längerer Videoformate? Kurze, vertikale Videos von 15 bis 60 Sekunden gelten als unangefochtene Türöffner für Reichweite. Reels, Shorts, TikToks und LinkedIn-Clips sind schnell konsumierbar, leicht teilbar und werden von Algorithmen häufiger an neue Zielgruppen ausgespielt. Das erzeugt Aufmerksamkeit und macht Menschen in wenigen Sekunden neugierig. Doch Aufmerksamkeit ist nicht das selbe wie Vertrauen. Und genau deshalb gewinnen längere Formate wieder an Bedeutung: nicht als Ersatz für Short-Form, sondern als nächster Schritt in der Beziehung zur Zielgruppe.
Entscheidend ist, welche Aufgabe ein Format erfüllen soll.
Short-Form-Videos sind besonders stark, wenn Inhalte schnell verständlich dargestellt werden. Doch der schnelle Konsum reicht in der Regel nicht aus, um Kund:innen wirklich langfristig zu binden.
Wer Vertrauen aufbauen, ein komplexes Produkt erklären oder eine Kaufentscheidung begleiten will, braucht mehr Raum und Tiefe. Genau hier kommen längere Formate ins Spiel: Erklärvideos, Produktdemos, Webinare, Video-Podcasts und Tutorials helfen dabei, Zusammenhänge erkennbar zu machen, Expertise zu zeigen und die Zielgruppe einfach länger zu begleiten.
Von einer einfachen „Rückkehr langer Formate" kann man daher nicht sprechen. Eher entsteht ein Zusammenspiel: Kurze Videos schaffen Einstieg und Reichweite, längere Videos liefern Substanz und Vertrauen.
Besonders stark wird Video-Marketing, wenn beide Formate miteinander verbunden werden. Ein längeres Webinar kann in mehrere kurze Clips zerlegt werden. Ein Erklärvideo kann als Serie auf Social Media weitergeführt werden. Ein E-Learning-Modul kann durch kurze Reminder- oder Teaser-Videos ergänzt werden. So entsteht nicht nur einzelner Content, sondern eine Video-Strecke, die Menschen Schritt für Schritt durch ein Thema führt.
Statt jedes Video als Einzelstück zu denken, können wiederkehrende Rubriken entwickelt werden, zum Beispiel regelmäßige Experten-Statements, Mini-Erklärserien oder modulare Lerninhalte. Das hilft nicht nur dem Algorithmus, weil regelmäßig neuer Content entsteht, es hilft auch der Zielgruppe, weil sie weiß, was sie erwarten kann.
Der #how2-Tipp: Kurze Videoformate sind kein Ersatz für Tiefe, sorgen aber für Aufmerksamkeit. Die stärkste Strategie verbindet kurze, vertikale Videos mit längeren, gut erzählten Formaten. Sprechen Sie Ihre Video-Agentur an, um Ihre Inhalte sinnvoll in Videoformate übersetzen zu lassen!

Authentisches Video-Marketing: Schlägt das Smartphone die professionelle Produktion?

Authentisches Marketing ist im Jahr 2026 ein wichtiger Erfolgsfaktor – nicht nur für private Accounts und Content Creator, sondern auch für Unternehmen. Denn Inhalte, die glaubwürdig sind, (…)
Zielgruppen wollen nicht nur wissen, was eine Marke verspricht, sondern wer dahintersteht, wie ein Produkt wirklich funktioniert und ob andere Menschen bereits gute Erfahrungen damit gemacht haben. Denn genau hier entsteht Vertrauen: durch echte Einblicke, klare Sprache und Inhalte, die eben nicht wie klassische Werbung wirken.
User Generated Content war bereits im letzten Jahr ein bekannter Trend. Inhalte von Kund:innen oder Mitarbeitenden, ob Erfahrungsberichte oder kleine Alltagsszenen, wirken oft näher an der Lebensrealität der User als eine perfekt inszenierte Marketingkampagne. Sie zeigen: Dieses Produkt wird tatsächlich genutzt.
Auch Smartphone-Videos werden für Unternehmen deshalb immer wichtiger. Sie sind schnell produziert, flexibel einsetzbar und passen gut zu Plattformen wie LinkedIn, Instagram, TikTok oder YouTube Shorts. Gerade für Behind-the-Scenes-Content, kurze Expertentipps, Messe-Eindrücke, Kundenstimmen oder interne Lernimpulse braucht es nicht immer ein großes Set-up. Entscheidend ist, dass Idee, Botschaft, Tonalität und Bildsprache stimmen.
Das bedeutet aber nicht, dass professionelle Videoproduktionen nicht mehr wichtig sind! Im Gegenteil: Je mehr Formate Unternehmen bespielen, desto wichtiger wird ein klares System. Authentizität heißt nicht Amateur-Look. Hochwertige Markenfilme, Erklärvideos oder E-Learning-Produktionen profitieren von guter Dramaturgie, sauberem Sound, starker Bildgestaltung und einem klaren Konzept. Ein hochwertiges Video darf hochwertig aussehen und wird von Usern stark geschätzt, solange es nicht zu glatt wirkt. Authentische Smartphone– und UGC-Formate ergänzen diese Inhalte durch Nähe, Tempo und Aktualität. Auch diese Formate brauchen ein Grundverständnis für Story, Licht, Ton, Bildaufbau und Auftreten vor der Kamera.
Allgemein gilt: Professionell produziert, authentisch erzählt.
Der #how2-Tipp: Der größte Hebel liegt nicht in teurer Technik, sondern im Know-how. Wie filme ich mit dem Smartphone sauber? Wie spreche ich natürlich vor der Kamera? Wie entsteht aus einer Idee ein kurzer Clip, der wirklich funktioniert? Genau hier können Workshops helfen, Ihre Mitarbeitenden zu befähigen und authentischen Video-Content direkt im Unternehmen möglich zu machen. Sprechen Sie uns hierzu gerne an!

Personalisierung wird skalierbar – mit klaren Grenzen

Personalisierte Videoinhalte sind 2026 deutlich einfach umsetzbar – durch KI, Marketing-Automation und Kundendaten können Videos stärker auf einzelne Zielgruppen, Branchen, Kaufphasen oder Nutzerinteressen zugeschnitten werden.
Das kann ganz unterschiedlich aussehen:
- personalisierte Onboarding-Videos
- Produktempfehlungen passend zum bisherigen Verhalten
- E-Learning-Module mit rollenspezifischen Beispielen
- Interaktive Videos, in denen Nutzer:innen selbst entscheiden können
Auch Shoppable Content gehört in diesen Bereich: Produkte können direkt im Video vorgestellt, angeklickt und sogar gekauft werden, ohne dass der Medienbruch zur klassischen Produktseite nötig ist.
Der Vorteil von Personalisierung liegt auf der Hand: Je relevanter ein Video, desto höher ist die Chance, dass es angesehen, verstanden und genutzt wird. Besonders im B2B, im E-Learning, im Vertrieb oder im Kundenservice kann Personalisierung helfen, Inhalte passender auszuspielen – basierend auf der Region der Zielgruppe oder dem kulturellen Kontext. Statt allen dieselbe Botschaft zu zeigen, können Unternehmen verschiedene Versionen entwickeln: für Entscheider:innen, Anwender:innen, neue Mitarbeitende, Bestandskund:innen oder Interessent:innen in unterschiedlichen Phasen der Customer Journey.
Im Zentrum steht dabei häufig ein sogenanntes Master-Video, das als Grundlage für verschiedene Varianten dient. Dieses Ausgangsvideo wird nicht mehr nur einmal produziert und breit ausgespielt, sondern gezielt in unterschiedliche Versionen überführt – je nach Zielgruppe und Nutzungssituation.
Doch Personalisierung hat klare Grenzen. Sie funktioniert nur, wenn die zugrunde liegenden Daten sauber, aktuell und sinnvoll ausgewählt sind. Schlechte Daten führen schnell zu falschen Empfehlungen, unpassenden Botschaften oder Inhalten, die künstlich statt hilfreich wirken. Hinzu kommt: Nicht alles, was technisch möglich ist, fühlt sich für Nutzer:innen auch gut an. Wenn ein Video zu stark personalisiert wirkt oder sensible Informationen zu offensichtlich verwendet, kann das Vertrauen eher schwächen als stärken. Deshalb müssen Datenschutz, Transparenz und Einwilligung von Anfang an mitgedacht werden.
Der #how2-Tipp: Setzen Sie personalisierte Inhalte dort ein, wo sie wirklich helfen. Zum Beispiel für individuelle Lernpfade, branchenspezifische Produktvideos oder interaktive Inhalte. Videos dürfen persönlicher und relevanter werden – aber die Verwendung der Daten muss nachvollziehbar bleiben. Skalierbare Personalisierung funktioniert dann am besten, wenn sie nicht nach Datennutzung um jeden Preis aussieht, sondern wie ein besserer Service.

Unser Fazit
Die Video-Marketing-Trends 2026 zeigen deutlich: Erfolgreiche Videos entstehen nicht mehr nur durch gute Produktion oder neue Tools. Entscheidend ist, ob ein Video eine klare Aufgabe erfüllt. Soll es Aufmerksamkeit schaffen? Ein Produkt erklären? Vertrauen aufbauen? Wissen vermitteln? Oder eine Entscheidung vorbereiten?
Technologie macht vieles möglich, aber Menschlichkeit und Storytelling bleiben im Fokus. Künstliche Intelligenz, Personalisierung und User Generated Content bieten Unternehmen viele neue Möglichkeiten – gleichzeitig steigt damit die Komplexität. Wer einfach nur mehr Content produziert, riskiert, Zeit und Budget in Formate zu stecken, die kaum Wirkung entfalten.
Deshalb lohnt sich 2026 vor allem ein genauer Blick auf die eigene Video-Strategie: Welche Inhalte funktionieren bereits? Wo fehlen klare Botschaften? Welche Videos könnten besser gefunden werden? Welche Themen eignen sich für kurze Clips, welche brauchen mehr Tiefe? Und wo kann KI sinnvoll unterstützen, ohne die Kommunikation beliebig zu machen?
Unser #how2-Tipp: Starten Sie mit einem Check Ihrer bestehenden Inhalte, Ziele und Zielgruppen. Oft zeigt sich schnell, welche Formate fehlen, welche Videos besser genutzt werden können und wo mit wenig Aufwand mehr Wirkung möglich ist.
Wenn Sie herausfinden möchten, wie gut Ihre aktuellen Videoinhalte für 2026 aufgestellt sind, sprechen Sie uns gerne an. In einem kurzen Austausch schauen wir gemeinsam auf Ihre bestehenden Videos, Ihre Kanäle und mögliche nächste Schritte – von der Content-Strategie über KI-gestützte Workflows bis hin zu Erklärvideos, E-Learning-Formaten oder authentischem Smartphone-Content.

RÜCKBLICK: Das waren weitere Video Marketing Trends der letzten Jahre 2022 bis 2025
Schon in den vergangenen Jahren haben wir Ihnen die wichtigsten Video-Marketing-Trends zusammengefasst. Hier lohnt sich ein Blick zurück – denn viele Entwicklungen von heute haben hier ihren Ursprung.
Der Video-Boom im Content-Marketing hat sich zwischen 2022 und 2025 kontinuierlich verstärkt. Getrieben wurde diese Entwicklung durch technologische Innovationen, veränderte Nutzungsgewohnheiten und den starken Einfluss von Social-Media-Plattformen.
Während 2022 und 2023 noch stark von Social Selling, dem Aufstieg von TikTok und ersten immersiven VR-/Metaverse-Ansätzen geprägt waren, verschob sich der Fokus in den Folgejahren zunehmend in Richtung Skalierung, Automatisierung und KI-gestützter Content-Produktion.
Ein entscheidender Wendepunkt war dabei die breite Integration von Künstlicher Intelligenz in den Video-Workflow ab 2024: Von der Skripterstellung über Schnittprozesse bis hin zu automatisierten Untertiteln und mehrsprachigen Versionen wurde Video-Produktion deutlich effizienter und zugänglicher.
Gleichzeitig hat sich Short-Form-Content endgültig als Standard etabliert. Vertikale Kurzvideos sind heute kein Experimentierfeld mehr, sondern fester Bestandteil jeder Social-Media-Strategie – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße.
KI generierter Content | Video Marketing Trends
Künstliche Intelligenz ist voll und ganz im Marketing angekommen. Immer bessere Modelle und wachsende Erfahrungen machen es immer leichter, Marketing-Content hochwertig mit künstlicher Intelligenz zu generieren, wo vorher noch Grafiker:innen, Texter:innen, Video Producer:innen oder professionelle Sprecher:innen gefragt waren.
Unternehmen können von AI-Tools profitieren, indem sie Texte vorschreiben lassen, selbst gedrehte Videos editieren oder Sprachversionen anfertigen können.
Der #how2-Tipp: Investieren Sie in Zeit, in der alle Mitarbeitenden die Möglichkeit bekommen, verschiedene KI-Tools zu testen und mit den Vor- und Nachteilen vertraut zu werden und bleiben Sie am Ball! Sprechen Sie auch Ihre Video-Agentur und Dienstleister darauf an, wie Sie KI einsetzen können, um Prozesse künftig zu beschleunigen oder zu vereinfachen!
Künstliche Intelligenz als Unternehmen nutzen
Doch Sie können definitiv schon von AI-Tools für Ihr Unternehmen profitieren: Sie können Texte von einer KI vorschreiben lassen, die ein fachlich gebriefter Copywriter anschließend nur noch überarbeitet. Selbst gedrehte Videos können Sie leichter editieren und selbst bei aufwendigen Videos, die Sie von einer Agentur produzieren lassen, werden Sie vielleicht merken: Dank KI-Verwendung verändert sich auch die Preis-Leistung von professionellen Anbietern: Zum Beispiel bei Sprachversionen von Videos, wofür früher für jede Sprache ein eigener Sprecher bezahlt werden hätte müssen, können nun per AI kostengünstig viele Versionen erstellt werden.
Den besten KI Video Tools haben wir einen gesonderten Blogbeitrag gewidmet, ebenso dem KI Video Tool Luma. Darin erfahren Sie, ob Sie mit den Tools heute bereits KI Videos für Unternehmen produzieren können und wo Einschränkungen bestehen.
Einige KI-Tools, die Sie im Blick behalten sollten:
- ChatGPT
- Lumalabs
- Sora
- Midjourney
- Flux
- Dall-E
- Synthesia
- Udio
- Loudly
- VEED.IO
- Invideo
- Elevenlabs
- Murf
- Beautiful.ai
- DeepL
- Firelies.ai
KI verändert unsere Sehgewohnheiten
Wir haben es bereits bei anderen Themen erlebt: Was früher ein Video-No-Go war, kann plötzlich Standard sein: Noch vor 10 Jahren hat jeder beim Dreh penibel darauf geachtet hat, so genannte neutrale „Schnittbilder“ zu sammeln, die man bei einem Interview zwischenschneiden kann, so dass das Bild nicht „springt“. Heute sind harte, schnelle Schnitte mitten in einem Interview oder Talking Head Format völlig normal und sogar modern – ganz einfach weil YouTube Influencer diesen Stil etabliert haben und sich unsere Sehgewohnheiten allmählich so angepasst haben, dass wir es nicht mehr als störend empfinden. Mit KI Content wird es ähnlich passieren: Während wir heute den glatten Look von KI generiertem Content meist noch als unnatürlich und störend empfinden, wird sich unser Auge je öfter wir den Stil sehen, daran gewöhnen. Sicherlich wird KI Content nebenbei auch immer realitätsnaher aussehen. Aber unser Auge wird irgendwann kleinere Realitätsfehler verzeihen, einfach weil es zur Sehgewohnheit geworden ist.
Der #how2-Tipp: Falls noch nicht geschehen: Machen Sie 2025 Künstliche Intelligenz zu einem Top-Thema in Ihrer Marketing Abteilung. Investieren Sie in Zeit, in der alle Mitarbeitenden die Möglichkeit bekommen, verschiedene KI-Tools zu testen und mit den Vor- und Nachteilen vertraut zu werden und bleiben Sie am Ball! Sprechen Sie auch Ihre Video Agentur und Dienstleister darauf an, wie Sie KI einsetzen können, um Prozesse künftig zu beschleunigen oder zu vereinfachen!

Immersive Erlebnisse | Video Marketing Trends 2025
Video ist – wie Marc Zuckerberg vor 10 Jahren ganz richtig prognostiziert hat – heute das beherrschende Medium des Internets. Jetzt ist das next big thing bereits in vollem Gange: Nun wird die Netzwelt immersiv.
Wir möchten Content nicht mehr in 2D auf dem Bildschirm konsumieren, wir möchten ihn erleben, eintauchen, mitgestalten. Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Extended/Mixed Reality (XR) für Unternehmen haben sich seit Jahren weiterentwickelt und münden nun in die Vision eines Corporate Metaverse. Ob es einmal das EINE Metaversum geben wird, die eine gigantische, virtuelle Parallelwelt oder ob es viele kleine Metaversen gibt, die sich einzelne Anbieter oder auch Unternehmen schaffen, das wird die Entwicklung der kommenden Jahre zeigen.
Fakt ist, Inhalte, die heute in 2D auf einer Website stehen, können schon heute in einem 360 Grad Raum erlebbar gemacht werden – übrigens auch ohne teure VR-Brille, ganz einfach browserbasiert. Virtuelle Räume können im Video Marketing als Show Rooms für Produkte und Dienstleistungen gelten, ähnlich einem virtuellem Messestand. Videos, Bilder, Texte und Audios können in der virtuellen Welt ebenso platziert werden, wie auf einer Landingpage, sind aber immersiv erlebbar. Als Avatar kann Ihre Zielgruppe Ihrem Unternehmen so besonders nahe kommen und mit Ihnen in Austausch gehen. Ein virtueller Touchpoint, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten!
Der #how2-Tipp: Beschäftigen Sie sich mit dem Thema 360 Grad Räume und Metaverse und überlegen Sie sich, wie Sie sich Use Cases für Ihr Marketing! Allein die Tatsache, dass Sie sich mit dem Thema Unternehmens-Metaversum beschäftigen und Mitarbeitenden ein immersives Arbeitserlebnis anbieten, können Sie gut für Ihre Außenwirkung einsetzen. Wir beraten Sie gerne mit unserer Erfahrung und bieten Ihnen in unserer Corporate Metaverse Studie spannende Use Case Ideen und Fakten.

Smartphone Videos | Video Marketing Trends 2025
Video Marketing muss heute kein Ressourcenfresser mehr sein: Video Content für Social Media oder die eigene Website lässt sich einfach inhouse mit dem Smartphone drehen. Intuitive, häufig auch wie oben beschrieben KI-basierte Programme helfen bei Schnitt, Bild- und Tonbearbeitung. Smartphone Videos gehören also auch in diesem Jahr wieder umso mehr zu den Video Marketing Trends 2025.
Während szenisch arrangierte Werbespots, animierte Erklärvideos oder hochwertige Imagefilme nach wie vor gerne an professionelle Agenturen ausgelagert werden, ist vor allem das so genannte Talking Heads Format heute ein beliebtes Do-it-yourself-Format für Unternehmen geworden, sei es für Experten-Tutorials, die sich an die Kund:innen wenden oder für Mitarbeiter-Ansprachen des CEOs. Keiner möchte heute mehr einen steif vor der Kamera stehenden, vom Teleprompter ablesenden Chef sehen. Talking Heads Formate auf Social Media dürfen im Sinne eines Live Reels selfmade, nahbar und natürlich wirken.
Videos mit dem Smartphone drehen lernen
Das ist einerseits für Menschen, die keine Kamerascheu haben, eine willkommene Entwicklung, können Sie doch relevanten Content nun einfach selbst in ihrem Büro produzieren. Doch auch diejenigen, die sich weder mit der Technik noch mit ihrer Performance vor der Kamera besonders wohl fühlen, müssen nicht auf eigens gedrehte Videos verzichten: In Workshops können relevante Skills gelernt werden.
Der #how2-Tipp: Sie möchten auch für Ihr Marketing Videos mit dem Smartphone drehen, wissen aber nicht so recht, was es zu beachten gilt?
- Wie verhalte ich mich natürlich vor der Kamera?
- Was muss ich beim sprechen beachten?
- Wie wähle ich den Bildausschnitt?
- Welche Beleuchtung ist sinnvoll?
- Und wie bearbeite ich mein Video nach?
Buchen Sie gerne für Ihr Team einen individuell auf Sie zugeschnittenen how2-Workshop, um Videoproduktion zu erlernen. Wir stellen uns dabei genau auf die Vorkenntnisse und Bedürfnisse Ihres Teams ein!

Personalisierte Videos | Video Marketing Trends 2025
Der Trend zu personalisierten Videos hat sich bereits in den vergangenen Jahren entwickelt und gewinnt durch immer bessere, häufig KI-basierte Technik an Bedeutung. Videos zu personalisieren, bedeutet, auf Basis eines Master-Videos, das als Vorlage dient, individualisierte Varianten anzubieten, indem man einzelne Text-, Bild- und Sprachelemente im Video austauschbar macht und mit einer Datenbank verknüpft.
Doch auch hier muss man die Euphorie ein wenig ausbremsen, denn: Die Daten müssen natürlich irgendwoher kommen. Meistens ist die Grundlage dafür eine vorhandene Kundendatenbank, ein Newsletter-Verteiler oder ein CRM-System. Verknüpft man diese mit dem personalisierbaren Video, können den in der Datenbank gelisteten Personen unterschiedliche Videoversionen ausgespielt werden.
Einige Beispiele für personalisierte Videos:
- Direkte Ansprache der Zuschauerin oder des Zuschauers mit Namen per Text-Einblendung im Video
- Inhaltlich angepasste Videosequenz, je nachdem, was die Kundin oder der Kunde zuvor im Shop gekauft hat
- Anpassung an die Region der Zuschauerin oder des Zuschauers durch individuelle Videosequenz
- Anpassung der Video-Sprache an das Land der Zuschauerin oder des Zuschauers

Datenschutz: Personalisierbarkeit von Videos hat Grenzen
Mit personalisierten Videos können Sie also aktuell eine Ihnen bereits bekannte Zielgruppe ansprechen, von denen Sie bereits Daten gesammelt haben, also zum Beispiel Bestandskunden, Newsletterabonnenten oder Mitarbeitende.
Auch wenn das natürlich ein toller Hingucker wäre: „Fremde“ Personen einfach so mit Namen in einem personalisierten Video ansprechen, geht noch nicht – denn die Daten für die Individualisierung müssen Sie besitzen und nutzen dürfen.
Der #how2-Tipp: Berücksichtigen Sie bei Ihrer Video Content Planung für 2025 das Thema Personalisierung! Überlegen Sie welche Daten Sie nutzen können und dürfen und welcher Video-Typ sich gut dafür eignen könnte.
Vielleicht möchten Sie mit einem individualisierten Video Ihrem Mitarbeitenden oder treuen Kunden Danke sagen oder mit einem personalisierten Produktvideo Bestandskundinnen und -kunden ein jeweils anderes, passendes Folge-Produkt vorschlagen?Wichtig: Informieren Sie sich vorher rechtlich, ob Ihre aktuelle Datenschutzerklärung die Nutzung erlaubt!
Video SEO – Google kriegt Konkurrenz | Video Marketing Trends 2025
Kein wirklich neuer Trend, aber doch einer der auch in 2025 noch mehr an Bedeutung gewinnt: Video SEO. Bei SEO ist längst nicht mehr nur Google und YouTube gemeint. Umfragen ergaben, dass die Generation Z inzwischen TikTok als gleichwertige Suchmaschine nutzt. Und längst auch sind es die Älteren unter uns gewohnt nach einem Hashtag auf Instagram zu suchen, wenn wir nach Geschenkideen oder Lifestylethemen suchen. Für Produktvideos sollten Sie auch Amazon als Suchmaschine im Blick haben, über die oft direkt beim Shoppen gesucht wird. Nur noch rund 20% suchen Produkte über Google.
Auf Ihrer Website eingesetzt, können Videos die Verweildauer und die Engagement Rate auf der Seite positiv beeinflussen. Zur richtigen Video SEO gehört dabei allerdings dazu, dass Sie das Video auch so einsetzen, dass es wirklich die Suchintention des Users trifft, die wesentlichen Informationen der Suchfrage beantwortet und dazu animiert, weiterzuklicken. Es bringt Ihnen SEO-technisch nichts, einen Imagefilm über Ihr Unternehmen auf einer Landingpage einzubinden, in der sie ein konkretes Produkt bewerben – hier brauchen Sie ein spezifisches Produktvideo. Das klingt erstmal naheliegend, wir erleben jedoch noch häufig, dass Unternehmen ein Video einfach irgendwo einbinden, weil sie es eben haben, ohne sich vorher wichtige SEO-Fragen zu stellen.
Auch Social Media & Shopping Plattformen sind heute beliebte Suchmaschinen
Zu Ihrer Video-Suchmaschinenoptimierung auf TikTok und Instagram zählt neben einer fundierten Hashtag-Recherche und einer kontinuierlichen Anpassung dieser natürlich auch die Optimierung Ihres gesamtes Kanals mit aussagekräftigen Vorschaubildern und Corporate Design. Der #how2-Tipp: Bedenken Sie vor einer Videoproduktion immer genau für welchen Kanal und welche Zielgruppe Sie das Video erstellen und erzeugen Sie so Video Content, der bestmöglich seinen Zweck erfüllt. Mehr Tipps hat how2-Gründer Max Jörg im Social Media Video Experten-Beitrag im OMT-Magazin veröffentlicht.

Rückblick: Video Marketing Trends der vergangenen Jahre 2022 – 2024
Schon die letzten Jahre haben wir Ihnen die wichtigsten Video marketing Trends zusammengefasst. Hier können Sie sie nochmal nachlesen
Der Video-Boom im Content Marketing schritt in den Jahren 2022 und 2023 voran. Technologische Innovationen und die Pandemie trieben die Entwicklung voran: Social Selling hat den Markt gerockt, TikTok hat bestimmt, wo es lang ging und Virtual Reality war schon auf dem Vormarsch.
TikTok – von der Kiddies-App zum Wegweiser der Giganten | Video Marketing Trends
Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde TikTok von vielen Marketers noch als irrelevante Plattform belächelt: Pubertierende Kinder stellten hier ihre Tanz-Performances und Karaokekünste online: Eine Spaßplattform, auf der bestenfalls Marken mit einer sehr jungen Zielgruppe werben können. Das hat sich längst geändert. Die Gründe:
• TikTok-Nutzer:innen sind inzwischen auch älter
• die Plattform hat insgesamt enorm an Reichweite gewonnen
• wichtigster Grund: TikTok setzt technologische und soziale Trends
Es wirkt sogar so, als würden die Giganten wie YouTube, Instagram oder Facebook nur noch schaffen, hinterherzurennen: TikTok gibt den Weg vor, die anderen ziehen mit. Ob TikTok selbst als Plattform relevant für Unternehmen ist, hängt nach wie vor von der Zielgruppe ab und bedarf der Analyse. Was ohne Frage aber feststeht: Das Short Video Format im TikTok-Style boomt und war einer der wichtigsten Video Marketing Trends der letzten Jahre.
Der #how2-Tipp: Selbst wenn Ihre Zielgruppe sich eher nicht auf TikTok herumtreibt – investieren Sie Zeit, um sich mit der Plattform zu beschäftigen. Was dort funktioniert, kann inzwischen auch auf Instagram oder YouTube Shorts funktionieren. Holen Sie sich Inspiration für Ihr Content Marketing!

User Generated Content – andere für sich werben lassen | Video Marketing Trends
Eine gut geplante UgC-Kampagne ist wie das passive Einkommen Ihrer Video Marketing Strategie: Sie stellen das Thema, Ihre Zielgruppe wird selbst zum Markenbotschafter und steckt immer mehr andere Leute an. User generated Content entsteht meist im Rahmen einer Challenge, zu der das Unternehmen aufruft: Kreieren Sie einen lustigen, aussagekräftigen Hashtag unter dem die Challenge laufen soll und kreieren Sie ein Basis-Video, das der Zielgruppe als Inspiration dient. Sorgen Sie durch Ads dafür, dass das Basis-Video auch wirklich bei der Zielgruppe ankommt – et voilà: Der Stein ist ins Rollen gebracht.
User generated Content Maßnahmen sind eine der besten Werbemöglichkeiten auf TikTok. Doch auch auf Instagram, Facebook und YouTube können solche Kampagnen fruchten – auch abhängig von der Zielgruppe und auf welchen sozialen Netzwerken sie sich rumtreibt. Viral gegangene Kampagnen im Jahr 2021 waren zum Beispiel:
• #MachDichZumOtto von Otto.de
• #punicadance von Punica
• #pulverdichauf von Ahoj Brause
Der #how2-Tipp: Seien Sie nicht schludrig bei der Produktion des Basis-Videos und dem Kampagnen-Auftritt! Hier wird der Grundstein gelegt, ob die Kampagne verstanden und angenommen wird und somit viral geht. Lassen Sie sich das Video also von einer professionellen Agentur oder Videoproduktion konzipieren!
Short Clips & Vertical Videos – wird die Welt hochkant | Video Marketing Trends
Dass Short Clips von unter einer Minute im Trend liegen, ist nichts Neues. Auch nicht, dass im Sinne von Mobile First Videos häufig hochkant konsumiert werden. Doch noch nie hat der Trend so rasant Fahrt aufgenommen. Ob Instagram Reels & Stories, TikTok Videos oder YouTube Shorts: Sie alle werden hochkant produziert, auf einem Smartphone für Smartphones.
Sollten Sie deshalb alle Videos direkt hochkant produzieren lassen? Nein! Imagefilme auf Ihrer Unternehmens-Website oder auch Videos für Ihren YouTube-Channel oder LinkedIn machen nach wie vor im 16:9-Format Sinn. Wichtig ist, dass Sie sich bei Planung Ihrer Videostrategie genau überlegen, WAS Sie für WELCHEN Kanal brauchen und dabei auch das Format bestimmen. Short Videos für Social Media können definitiv vertical sinnvoller sein.
Der how2-Tipp: Besprechen Sie bei der Produktion längerer Videos mit der Agentur auch immer die Option auf Short Versions im Hochkant- oder 1:1-Format! Für eigenständige Videoproduktion mit dem Smartphone empfehlen wir unseren Workshop „Videos mit dem Smartphone drehen“!
Live Videos – ganz nah an Ihrem Unternehmen | Video Marketing Trends
Live-Streaming wird inzwischen von allen relevanten Video-Plattformen angeboten und gehörten in 2022 zu den wichtigsten Video Marketing Trends. Influencer nutzen es, um ihre Follower hautnah an ihrem Alltag teilhaben zu lassen und so eine stärkere Bindung zu erreichen. Fest steht: Was Vegan-Food-Experten und Boulder-Idole können, das kriegen Sie auch hin! Natürlich mit anderen Inhalten!
Der #how2-Tipp: Ideale Use Cases für Unternehmen sind
• die 1:1-Übertragung von Events
• das Release oder Update eines neuen Produkts
• die Demonstration von Anwendungen
• Einblicke in den Arbeitsalltag
• öffentliche Ankündigungen von Unternehmens-News

Live-Videos sind inzwischen auch für Unternehmen ein Top Trend. (Bild: Motion Arry, DCStudio)
Ton aus! Videos müssen lautlos funktionieren | Video Marketing Trends
Auch ein alter Hut, aber häufig vergessen: Ein Video das ohne Ton nicht funktioniert ist in 2022 nicht mehr viel Wert. Denn 92% der Konsumenten sehen sich Videos lautlos an, wenn sie ihr Smartphone benutzen – ob Facebook, Instagram oder LinkedIn. Das ist ein klarer Trend, der sich seit Jahren weiterentwickelt. Das bedeutet nicht, dass Sie nicht wert legen sollten auf einen professionellen Sprecher, gutes Sounddesign und mitreißende Musik.
Aber achten Sie darauf, dass das Video ohne Ton nicht seinen Sinn verliert: Im Optimalfall sind die Bilder für sich schon so sprechend, dass der Text vernachlässigbar ist. Wenn der gesprochene Text wichtige Informationen transportiert, muss darauf geachtet werden, dass er auch lesbar ist.
Der #how2 Tipp: Ein Video braucht zumindest eine Untertiteldatei (zum Beispiel im .srt-Format), die sie beifügen. Direkt von der Videoproduktionsfirma ins Video eingefügte Untertitel können eventuell ein optisch ansprechenderes Gesamtbild geben.
Interaktive Videos – die User möchten mitgestalten | Video Marketing Trends
Durch neue Technologien und Funktionen bieten sich immer mehr Möglichkeiten, Ihre Zielgruppe interaktiv einzubinden. Auf Social Media etwa über die Story-Funktionen, die Umfragen, Abstimmungen und Bewertungen erlauben. Dieser Trend kann aber auch in Videos auf Ihrer Webseite aufgegriffen werden: Videos können in eine interaktive Strecke eingebunden sein und so die Möglichkeit zur spielerischen Interaktion bieten.
Besonders im Bereich E-Learning kann diese Gamification zu mehr Lernspaß- und erfolg führen. Aber auch im Marketing kann dadurch ein höheres Engagement und längere Verweildauer erreicht werden. Außerdem können Sie wertvolle Informationen und Reaktionen Ihrer Besucher abfragen.
Der #how2-Tipp: Denken Sie nicht mehr nur in „Video“, denken Sie ganzheitlicher. Vieles ist heute technologisch möglich. Überlegen Sie, wie Sie das, was Sie erreichen wollen, möglichst spannend, spielerisch und verständlich vermitteln und lassen Sie sich beraten, welches Format am besten dafür geeignet ist.
Shoppable Videos –die customer Journey wird zum Kurztrip | Video Marketing Trends
Mit Shoppable Funktionen haben die sozialen Medien bei ihren Ads einen Meilenstein im Social Selling gesetzt. Es ist so simpel, wie genial: Endlich muss man von einer Anzeige nicht mehr umständlich das Produkt suchen, sondern kann direkt per Klick den Kaufprozess über den Shop einleiten. Das verkürzt die Customer Journey und steigert den Abverkauf enorm, für den E-Commerce ein echter Sprung.
Für Shoppable Ads können auch Fotos gewählt werden. Videos erzielen aber die weitaus bessere Wirkung und erlauben mehr Information und Emotion zu Ihrem Produkt in kürzer Zeit zu transportieren.
Der #how2-Tipp: Für Shoppable Ads sind aussagekräftige, motivierende Produktvideos essentiell. Sie müssen das Produkt in kurzer Zeit darstellen und Lust zum Kauf machen. Auch hier wieder: Lautlos! Haben Sie bereits ein längeres Produktvideo produzieren lassen, fragen Sie eine Videoproduktionsfirma nach einer Kürzung zur Shoppable Ad!